Konzeption unseres Waldkindergartens

 

Ziel unserer Arbeit ist es, den Kindern die Möglichkeit zu bieten, Natur hautnah mit allen Sinnen zu begreifen und somit eine emotionale Bindung zur Natur zu fördern. Durch das Erleben der Jahreszeiten und das Kennenlernen der Tier- und Pflanzenwelt entsteht Achtung und Wertschätzung für den antürlichen Lebensraum. Dies ist die Basis für eine positive Einstellung zur Natur und einen nachhaltigen Naturschutzgedanken.

Der Wald bietet als einziges Landesbiotop ein Rundumerlebnis, dessen Entdeckung eine einmalige persönlichkeitsprägende Erfahrung sein kann.

Wir sehen die Entwicklung der Kinder als Ganzes, als eine Einheit. Die verschiedenen Entwicklungsbereiche der Kinder sprechen wir in unserer täglichen Arbeit ganzheitlich an, sie werden stets durch mehrere Verbindungunen gleichzeitig erlebt und gefördert. Dabei bilden Sprache, Bewegung, Fantasie, Bildung, Konzentration, Denken, soziales Lernen, Fein- und Grobmotorik, Werte, Sinne und die emotionale Entwicklung (Orientierungsplan) die Säulen unserer Arbeit.

Räumlichkeiten:
In erster Linie ist der Wald unser Raum. Dort gibt es einen Bauwagen als Rückzugsmöglichkeit. Treffpunkt zum Bringen und Abholen ist unser Wiesenplatz mit den zwei beheizbaren Bauwagen.

Von hier aus ist der Wald gut zu Fuß zu erreichen. Ab 12:30 Uhr halten sich alle zusammen am Wiesenplatz auf (essen, ausruhen, abgeholt werden).

Hier am Ortsrand gibt es auch Parkmöglichkeiten.

Ausstattung:
Was Spielzeug angeht, läuft es im Waldkindergarten nach der Devise: "weniger ist mehr". In den Bauwagen sind aber Stifte, Papier, Scheren und Klebstoff und sonstige Bastelmaterialien vorhanden. Die Kuschelecke ist mit Büchern ausgestattet.

Öffnungszeiten:
Mit unseren Öffnungszeiten möchten wir einerseits den vielen Familien entgegenkommen, bei denen beide Elternteile berufstätig sind. Andererseits ist es aus organisatorischen Gründen nicht möglich, seine Kinder zu jedem beliebigen Zeitpunkt zu bringen und abzuholen, da sich die Kinder überwiegend in einem weitläufigen Areal, dem Wald aufhalten

Gruppengröße:
bis max. 20 Kinder bei 2 bis 3 Betreuerinnen/Betreuern

Alter:
zwischen 2 und 6 Jahren

Sofern es die Rahmenbedingungen im Wald erlauben, freuen wir uns, auch Kinder mit besonderem Förderbedarf aufzunehmen. Sprechen Sie uns bitte darauf an!

Pädagogische Arbeit:
Wir arbeiten mit Projektthemen, teilweise mit der ganzen Gruppe aber auch in altershomogenen Gruppen.

Altershomogene Gruppen:

2 bis 3-jährige Kinder = Mäuschen
3 bis 4-jährige Kinder = Igel
4 bis 6-jährige Kinder = Eulen

Die Zusammensetzung und Einteilung ändert sich in Abhängigkeit mit der Altersstruktur der Kindergartengruppe.

Die Gruppen treffen sich wöchentlich an einem festgelegten Tag nach dem Vespern. Es ist für diesen festgelegten Zeitraum und immer für die selbe Gruppe eine Erzieherin zuständig, um den Kindern hier eine Kontinuität zu ermöglichen. Der Beginn dieser Treffen wird mit einem akustischen Zeichen bekanntgegeben.

Projekte:
Wir führen regelmässig Projekte durch, deren Themen sich durch die Interessen der Kinder, der Natur und den Jahreszeiten ergeben. Diese Themen werden in den altershomogenen Gruppen aufgegriffen. Die Projekte werden von den Kindern teilweise dokumentiert und im Bauwagen für die Eltern ausgestellt.

Elternarbeit:
Eine vertrauensvolle und intensive Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieherinnen ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die ganzheitliche Förderung der kindlichen Persönlichkeit gelingt. Das Miteinander in Form einer Erziehungspartnerschaft ist wichtiger Bestandteil und wird bei Bedarf z.B. durch Kooperationen mit unterschiedlichsten Einrichtungen der Kinder -und Jugendhilfe ergänzt, um die Eltern in ihrem Erziehungsalltag zu unterstützen:

Elterngespräche:
Eltern oder Erzieherinnen können den Gesprächswunsch äußern und einen Termin vereinbaren. Grundsätzlich finden aber folgende Gespräche in regelmässigem Turnus statt:

Die Elterngespräche finden im Bauwagen oder auch bei den Familien zu Hause statt. Die Kinder sind bei den Gesprächen nicht mit dabei. Bei den Gesprächen können gerne beide Elternteile anwesend sein.

Elternabende:
Es werden 2 Elternabende im Kindergartenjahr stattfinden

Hospitation:
Wir bieten grundsätzlich für die Eltern die Möglichkeit einer Hospitation an. Es kann eine Elternteil an einem Tag von 7:30 Uhr bis 12:30 Uhr am Kindergartenalltag teilnehmen. Der Termin muss aber vorher mit den Erzieherinnen abgesprochen sein.

Eingewöhnungszeit:
Die Eingewöhnung eines neuen Kindes erfolgt in Absprache mit den Erzieherinnen und dauert in der Regel 2 - 4 Wochen. Eine Erzieherin wird die Eingewöhnung eines Kindes übernehmen. Im Anschluß an die Eingewöhnung (ca. 8 Wochen) findet ein Elterngespräch statt.

Portfolio:
Wir haben für jedes Kind eine Mappe. Darin bewahren wir Folgendes auf:

Schulvorbereitung:
Die Vorbereitung zur Schule beginnt mit dem ersten Kindergartentag. Die Kinder werden von Beginn an in ihrer Entwicklung gestärkt und gefördert. Wir sehen und erleben das Kind in allen Bereichen in seiner Entwicklung und geben ihm Zeit für seine individuelle Entwicklung. In Gesprächen mit den Eltern sehen wir gemeinsam, wo das Kind in seiner Entwicklung steht, wie wir es unterstützen können und wo seine Stärken liegen.

In der altershomogenen Gruppe im letzten Kindergartenjahr kann das Kind auch noch besondere Dinge erleben, lernen und gestalten. Dazu gehören Ausflüge oder Projekte wie z.B. das Herstellen eines Werkstücks über einen längeren Zeitraum.

Da die Kinder in unterschiedlichen Schulen eingeschult werden, finden die Kooperationen jeweils mit den betreffenden Schulen statt.

Praktikanten und Besuche:

Wir nehmen gerne Praktikanten - jedoch nur nach Absprache mit der Leitung und dem Träger.

Besuche von anderen Kindergärten sind nach Absprache möglich. Schulkinder können nach Absprache für einen Tag zu Besuch kommen.

Unsere Werte und Kultur

Wir gehen gemeinsam durch das Jahr und feiern mit den Kindern die Feste im Jahreslauf und erleben somit Tradition und Kultur.

Wir wertschätzen die Vielfalt des Lebens, das bedeutet: wir achten Menschen mit Behinderungen, anderem Glauben, Herkunft und Kultur.

Die Achtung persönlicher Werte und die gegenseitige Wertschätzung leben wir Erzieherinnen als Vorbild und bringen dies den Kindern im alltäglichen Umgang miteinander nahe.

Das heißt im Einzelnen, die Kinder lernen Verantwortung zu übernehmen (Patenschaft für jüngere Kinder) und sie üben rücksichtsvolles Handeln.

Die Kinder erleben Meinungsvielfalt und erfahren, dass positive Kritik möglich ist. Emphatie und Hilfsbereitschaft sehen und lernen die Kinder altersentsprechend im täglichen Umgang miteinander.

Zum guten Schluss:

Im Spiel setzt sich das Kind mit seiner Umwelt auseinander. Es lernt, dass Erfolge durch eigene Anstrengungen erzielt werden.

Spielen bedeutet Lernen für das Kind.

Bildung passiert, wenn das Kind etwas gelernt hat, das es vorher noch nicht konnte. Bildung geschieht das ganze Leben.

Das Kinderspiel ist ein von der Natur eingerichteter Motor zum Lernen. Wir müssen uns darauf einlassen, wie die Kinder ihre Welt verstehen.

 



 


 

Aktuelles:

 

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Anton Scheib

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